cOxfOx PASQUART, BIEL/BIENNE

1.12.2011
PLEASE LISTEN TO THAT SOUND!

im zwischenbereich
der nachtdämmerung
da wo sich der tag
in die nacht schleicht

im schwarzen mondlicht
des frühen morgens
der nebel sich durchs
grass leicht

zwischendurch
das geräusch
der sonne

tastend
nach dort.

(scheibenwischer, 1.12.2011)

14.11.2011

Das Geheimnis der sich überschneidenden Pfade...

Eine Bewegung ohne Sinn, die nicht zum Höhepunkt strebt
widerspricht unseren Impulsen ist unmenschlich...

In der ewigen Dämmerung
der absolute Übergang
solang er sich dort aufhält…

Aufmerksam zukunftslos,
weil ihn nichts erwartet!

Erfasst darin sein eigentliches Zentrum

Schon beim Eintreten weiss er,
dass beim Herauskommen alles bleibt wie es ist.

(scheibenwischer/ notiz am montag)

PART I

r o t

auf der Strasse
steht sie und läuft
beide hüften hoch
auf und ab
fast unsichtbar
als ob sie ihren schatten zieht
die kreise werden grösser
dann kleiner
verschwinden
um von vorne zu beginnen
suchend
auf der lauer
etwas scheu
die lippen gespitzt
sie fliegt und hebt nicht ab
ihr körper im schrei

r o t

er jagt
schleicht
drum rum
und schaut
getrieben
verlangen
greifen
leer die augen
sein körper gefangen
als schatten
von einer ecke zur andern
gedrängt
sein schrei
ein zischen
die lippen flach
unsichtbar
seine augen

r o t

auf den bauch
zu boden
geschleudert
die hände auf den rücken
gebunden
umringt von muskeln
der körper
still
zitternd
erlegt
sein schrei
bleibt in meinem hals
kopf zur seite gedreht
sein mund offen


r o t


(schweibenwischer, 9.11.2011
geschichten einer nacht im perlamoda, langstrasse, zürich)



PART II

die gans
weiss wie schnee
weiss der fuchs
wo die gans
ganz


rot


goldhaarig
huscht
dem mensch davon
listig gejagt
weiss er sein grinsen zu deuten
er weiss wo

klug wie er ist
unsichtbar
da wo er huscht
und
plötzlich

wechselt er die farbe


(schweibenwischer 9.11.2011 geschichten einer nacht im perlamoda zh)



PART III

das du
verwischen
das ich
dazwischen
räume
entwischen

schon

halb verwesend
schicht
verwischen
entwischen

auswischen
spur der
ge schichten

inzwischen
das wischen
fischen
das dazwischen

ich
UND
du

BLEIBT

entstehen
im dazwischen
ohne zu wischen

RAUM


(schweibenwischer, 9.11.2011)


Part IV

aus dem nichts

aus dem nichts
eingetaucht
staub - vergessen
unaufgeregt
zurückhaltend
stelle ich mich der illusion

seltsame abgründe
fensterhöhlen von eisblumen verzaubert
melancholische poesie

das grau mit unendlich vielen schattierungen
spiegel der seele
von oben - unten
von innen - aussen
das grenzgebiet strahlt
erleuchtet die verheissung des lebens

ein bestimmter nicht wiederholbarer augenblick

geschichten ohne worte
geheimnisvoll schöne nichtorte
vom rande der welt



(schweibenwischer, 11.11.2011)